Montag, 12. Dezember 2011

Aufforderung?

Ist schon mal jemandem diese (Zigaretten?)Werbung aufgefallen?Mich bringt die immer ins Grübeln. Was genau das Motiv mit Zigaretten (verflucht! es waren doch Zigaretten, oder?) zu tun hat, hat sich mir dabei zwar noch nicht erschlossen - die konsequente Fortführung des Marlboromanns? -, aber dennoch bietet sie verschiedene perspektivische Ansätze, find ich.
"Maybe" im Sinne des englischen "Vielleicht", dem der Faktor der Eventualität geraubt wurde, so daß es nun definitiv ist? Was auch immer 'es' dann sein mag. Spannender Gedanke, oder? Die Konsequenz der Realität als geschärfte Kante an der sich Fragen brechen und man vor Tatsachen gestellt wird, mit denen man dann einfach leben und umgehen muß.
Oder fragt man im Sinne von "May (I) be?" um Erlaubnis, sein zu dürfen, und wird mit der Streichung aufgefordert zu sein? Ein annoncierter Tritt in den Hintern?
Ich find die Werbung faszinierend und mag solche 'Begegnungen' im Alltag, die einem über Tage hinweg Stoff zum Denken geben. Inspirierte Philosophie quasi.

Der letztgenannte ist der Interpretationsansatz an dem ich persönlich momentan immer hängen bleibe. Man sollte wohl nicht fragen, ob man anderen aufstößt, ob es ok ist, so zu sein, wie man sein will. Man sollte gerade über letzteres nicht nachdenken.
Wieviel Sinn macht es denn, zu überlegen, wie man sein will, wenn die Sehnsucht, schlicht zu sein, einen schon zu zerreißen droht?
Eben da packt mich die Werbung: Ich will sein, verflucht! Bleibe aber immer im "maybe", beider Lesarten, hängen, scheint mir. Jedes Mal, wenn ich die Werbung sehe, muß ich lächeln, fühle mich kurzzeitig bekräftigt und ermutigt. (Was jetzt bedeutsamer/wirksamer klingt als es gemeint ist!)


Zum Abschluß des Geschwafels noch ein thematisch passendes Lied. Roh, fordernd, laut.

Audioslave: Show me how to live

1 Kommentar:

Anna hat gesagt…

ich liebe, liebe, liebe dieses lied!!!

 
Counter