Freunde sind putzig, irgendwie. Manchmal aber auch ein wenig nervig. Und das im gleichen Moment - die sind gut, nicht wahr?
Was
sie getan haben, um sich diese Ambivalenz zu verdienen? Der Klassiker
in Mädchenrunden: "Wird er anrufen?" (D.h. in Zeiten breitgefächerter
moderner Kommunikation kann man es getrost zu "Wird er sich melden?"
umformulieren, schätz ich.)
Auf der einen Seite ist es
unglaublich putzig, wie sie gegenseitig unerschütterlichen Glaubens
propagieren, daß er sich melden wird, melden muß - schließlich ist die
andere so unwiderstehlich, wie könnte er es da ausschlagen?
Auf der anderen Seite sind es die gleichen Damen, die betont beiläufig nachfragen, ob er sich denn schon gemeldet hat.
Dennoch gibt es signifikante Unterschiede in der Damenwelt zu beobachten:
Exemplar 1:
Ab hier gibt es für sie dann zwei
Optionen: Schimpfen wie ein Rohrpatz ("Warum denn nicht?! Idiot." - als
wüßte man das, ist ja nicht so als ob 'er' eine Entschuldigungsmail
schickt) oder ermutigen ("Der meldet sich schon noch." - unabhängig
davon, ob man selber Mut verloren oder überhaupt längerfristiges
Interesse an 'ihm' hat). Es ist faszinierend, wie gleichmütig dieses
Muster abgespult wird - geht es euch mit euren Mädels auch so?
Fairerweise
muß ich gestehen, daß sich die Auswahl meiner Freundinnen für den
Vergleichswert auf ein Minimum beschränkt und diese extremen
Klischee-Verhaltensmuster eigentlich besonders von der einen abgeliefert
werden. Die wiederum ist im Moment auch sehr fixiert auf Männer (oder
liegt es an mir und es ist für weibliche Singles Ende Zwanzig normal,
einen Ärztekongress als Männerfangstation aufzusuchen?! Ich hoffe doch
nicht!)
Hinterläßt einen mit dem kuriosen Bedürfnis nach
männlichen Freunden, die ungleich unkomplizierter - und viiiiel weniger
anstrengend - sind.
Exemplar 2:
Weiß einfach so, was Sache ist, ohne
explizit fragen zu müssen. Ist so vertraut, daß sie ohne unnötigen
Kommentar im richtigen Moment den Kühlschrank öffnet und starken Alkohol
ausschenkt, bevor man den Mund öffnen konnte.
Kann die Klischees
bedienen, hat es aber nicht nötig; schließlich kennt sie die "dunkle
Seite der Macht" und weist schonungslos auf deren auf der Hand liegenden
Vorteile hin.
Dieses Exemplar wäre im übrigen meine persönliche
Wahl, wenn ich nachts von einer Nachricht aufgeschreckt werden und
platzen würde, wenn ich nicht sofort und umgehend irgendjemandem davon
erzähle.
Gibt es Anlaß für diese "sozialen Betrachtungen"?
Natürlich (wenn auch nicht in tatsächlicher Relevanz Na gut, ich gestehe: Primär wollte ich was verlauten lassen (für
einen das-passiert-gerade-relevantes-Post fehlt mir jedoch gerade
schlicht die Zeit, den lasse ich die Tage folgen bzw. werde versuchen,
es hinzubekommen) und meine Ohrwürmer mit euch teilen. ;-) ), normalerweise vergleiche ich die Mädels nicht. Weiß doch auch so sehr genau, was ich an ihnen (und den ungenannten) habe!
Es fiel mir in den letzten Tagen einfach nur geballt auf,wie unterschiedlich sie sind.
Gibt es eigene Ambivalenzen in der Frage?
Jein. Vor allem gibt es Skepsis, durchbrochen von gelegentlichen Anflügen irrationaler Albernheiten.
Der musikalische Beitrag zur Identifikation mit dem Thema:
Bloodflowerz: Anthem for a Stranger
Donnerstag, 10. Mai 2012
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