Nein, die Trennung macht mir als solche nichts mehr aus. Was mir durchaus etwas ausmacht ist, daß unsere ehemals gemeinsamen Freunde mich ebenfalls gegen 'die Neue' getauscht haben.
Es sind Menschen dabei, bei denen ich mir über Jahre Mühe gegeben habe, daß ihr Kontakt mit meinem Ex, ihrem so guten Freund mit dem sie sich aus irgendeinem mir unbekannten Grund ordentlich zerkracht hatten, wieder in Gang kommt, weil es beiden Parteien offenbar was bedeutet hat. (Aus diversen Gründen ist das auch der Mensch, bei dem es mich mit am meisten schmerzt, mag ich sie doch wirklich gerne.) Es sind aber natürlich auch Menschen dabei, wo es abzusehen war. Und an anderen bin ich alleine schuld.
Mir fehlen diese Menschen um ihrer selbst willen unglaublich.
Selbst ich in meiner grenzenlosen Naivität und sozialen Unfähigkeit habe davon gehört, daß Freundeskreise bei Trennungen aufgeteilt werden. Aber ich dachte doch glatt, daß es mit etwas mehr Ehrlichkeit vonstatten gehen würde. Und nicht mit einem beständigen Vertrösten und so tun als ob.
Aber paßt vermutlich ganz gut zusammen: Mein Ex geruht nämlich auch nur öffentlichkeitswirksam bzw. unterstützend für seinen Ruf als Gut-Mensch mit mir zu reden.
Meine Freunde - die, die ich mit Fug und Recht dafür halte - haben mir in den letzten Wochen auch immer wieder zu verstehen gegeben, daß es ihnen eigentlich fast egal scheint, was mit mir ist. Ein Beispiel? "Oh, ich bin so vergesslich, du weißt doch, daß du mich erinnern mußt." Am Arsch! Ich weiß vor allem, daß sie nicht vergesslich ist. Nur ehrlich in ihrer Gedankenlosigkeit. Auf Dauer ganz schön zermürbend sind die Anflüge anderer, mir zu sagen, ich sähe aus wie ein Maulwurf, wäre langweilig und komisch, mich beständig zu fragen, warum ich denn noch nix vom Prüfungsamt gehört habe (ja, was weiß ich denn??) und es im übrigen auch keinen neuen Mann bei mir gibt.
Wie schon mal gesagt: Es ist nicht so als würde ich nicht merken, wenn man aus Gründen gesellschaftlicher Erforderlichkeit unehrlich ist und mir einreden will, ich wäre toll. Außer der Realität spricht die Inkonsequenz der Sprecher nämlich überdies dagegen. ;-)
Vielleicht sind es einfach nur zu viele Verletzungen in den letzten Tagen? Und doch... Es muß wohl an mir liegen; die anderen sind nun mal die Mehrheit und es kann somit nicht nur an ihnen liegen. Wäre schön, wenn es denn dann mal einer ehrlich sagen würde. So kann ich nur raten, was ich alles falsch mache und das macht es erfahrungsgemäß nur noch schlimmer.
Ich weiß, daß ich nicht perfekt oder auch nur so gut wie andere bin. Aber ich gebe mir doch Mühe. Sollte es dann nicht an irgendeinem Punkt besser werden? Ja, ich weiß: Von Mühe geben hat noch keiner Erfolg gehabt. Perfektion ist nicht der Vorgang, sondern allein das Ergebnis.
Eigentlich will ich doch auch nur ernst genommen und gemocht werden.
Wenn ich bloß wüßte, was dafür erforderlich ist.
Sonntag, 13. Mai 2012
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