Sonntag, 13. Mai 2012

Soviel also dazu

Tatsächlich bin ich, als der letzte Post online ging, gerade zur Tür reingekommen.
Wie? Was? Warum?
Heuer sind im Pavillon mal ernstzunehmende Erwachsene und keine Twens unterwegs; der Altersdurchschnitt ist endlich mal nicht bei Anfang Zwanzig gewesen, sondern bei etwa Ende Dreißig. Sehr angenehm! Ich habe gelacht, getanzt und mich amüsiert. Über weite Teile des Abends aucb durchaus als Einzige - und es war absolut in Ordnung.
Allerdings haben sich mein Bruder und seine Freundin entsetzlich gelangweilt. Und da die beiden am Ende (ihre Freunde sind anderweitig unterwegs) nur wegen mir heute da waren, hab ich sie erlöst und behauptet auch keine Lust mehr zu haben. Ich hab mich gefreut, daß sie sich bemüht haben.

Also sitz ich zur Freude des Katers unerwartet früh daheim. Gleich schau ich noch "Gott des Gemetzels", les die Bismarck-Biographie fertig und versuche über Film und/oder Produktivität den bitteren Beigeschmack des Abends zu vergessen.
Es macht eben einfach keinen Spaß, sich selber eine Freude zu bereiten, wenn zu viele Gedanken im Kopf herumschwirren. Im Endeffekt ist vermutlich gut, daß ich trotzdem draußen war und dem Abend eine Chance gegeben habe, statt vor der Ablehnung u.ä. zu kapitulieren und mich direkt zu verkriechen. Yippieyayeah, Motherfucker.

Kindisch-kleinlicher Rachegedanke beschämender Natur: Hoffentlich regnet es bei deren Grillabend.  Wenn man mich schon fragt, was mir wichtig ist und was ich will, nur um zwei Abende vorher die versprochene Partynacht zugunsten vom Grillabend abzusagen. Denn auch wenn niemand anders für mein Glück verantwortlich sein sollte, bin ich doch enttäuscht (ist ja auch nicht das erste Mal in letzter Zeit; nur heute war es mir auf gewisse Art echt wichtig und die Ausrede war nicht wie sonst "muß was für meinen Abschluß/meine Rechtsreferendariat machen").
Aber wahrscheinlich bin ich einfach nur unfair und es gab gute Gründe.

(Im Ernst? Wenn ich nur halb so toll/nett/bezaubernd/intelligent/attraktiv etc. wäre, wie mein Umfeld zu behaupten geruht, wie geht das mit der Realität überein, daß ich im Club meine Getränke immer selber zahle/keine Karriere habe/es Leuten nicht auffällt, ob ich da bin oder nicht etc.?
Entweder lügt mein Umfeld aus Nettigkeit - und unterstellt mir damit übrigens eine gewisse Begriffsstutzigkeit - oder die Realität bescheißt mich. Na? Ratet mal, was mein Tip ist! Die Realität halte ich für ziemlich neutral und unbestechlich...)

Auf, auf, zu Tee, Film und Bismarck!

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