Angeregt durch ein Forum bzw. einen Beitrag in demselbigen, mag ich ganz konkret versuchen, etwas - oder besser: das, was mich an mir selbst stört - zu ändern.
Angeblich ist es so, daß wenn man 30 Tage etwas durchgehalten hat, einem dieses in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn man also z.B. 30 Morgende fünf Minuten mit dem Finger auf demTisch trommelt, macht man das am 31. Tag ganz automatisch. Soweit die Theorie.
Was mag ich also nun ändern? Ich mag nicht mehr so lange schlafen. Sport machen. Zur Uni gehen. Meine Seminare und Hausarbeiten adäquat vorbereiten bzw. in Bälde schreiben. Den Haushalt gut führen. Ordentlicher werden. Dinge direkt angehen und nicht Ausreden finden. Die Tage nicht mehr so sehr mit nichtstun vertrödeln, daß ich am Ende nicht mal mehr sagen kann, was ich die letzten sieben Stunden getan habe. Abnehmen/fit und schlank und straff werden. Mir jeden Tag Mühe geben, für meinen Freund die beste Freundin zu sein. Jeden Tag lernen. Positiver sein. - Im Idealfall steh ich also in 30 Tagen als fleißiger, überhaupt nicht fauler, der Prokrastination (wunderbare Ausrede für Faulheit oder doch existentes Phänomen?) entronnener, sportlicher und überhaupt wunderbarer Mensch, der keineswegs ein Lang(-am längsten-)Schläfer ist, wieder hier. (Mal so eine grobe Formulierung des angepeilten Ziels)
Aber wie geh ich das am besten an? (Wahrscheinlich wäre schon ein guter Anfang mir keine Gedanken [i]darüber[/i] zu machen, sondern es einfach zu tun und mittendrin eine Taktik zu entwickeln^^) Von den vielgepriesenen To-Do-Listen halte ich eigentlich nicht so viel - dabei hab ich am Ende des Tages immer noch so viel unerledigtes drauf stehen, daß ich mir nur wieder neue Vorwürfe mache. "Schöner" find ich es, jeden Abend aufzuschreiben, was man geschafft hat (und jeden Tag findet man mindestens eine Sache); ganz ohne Ironie, Wertung und Vorwürfe des Unerledigten/dessen, wo man versagt hat. Stärkt das Ego und motiviert ungemein. Irgendwann gelesen hab ich mal, daß man für Haushalt etc. (also so wiederkehrende Sachen) eine Tabelle machen kann, wo z.B. der Freitag für Treppe putzen markiert ist, damit man da eine Struktur reinbekommt. (Mein Problem damit war dann das ehrliche Abhaken - wieder zu viele nicht geschaffte Punkte...)
So, wir stellen fest: Es gibt ein vages Ziel, eine konkrete Zeitangabe, keine Taktik und Skepsis mir selbst gegenüber (mein inneres Selbst hat sich eine Tüte Popcorn gemacht und Wetten drauf abgeschlossen, wann es schiefgeht, obwohl es mir ganz ernsthaft viel Erfolg wünscht)
Wer mag ist herzlich eingeladen sich mit seinen persönlichen 30-Tagen einzuladen =)
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